Leszek Lewinski – 1:87

Die Anlage zeigt einen Abschnitt der schmalspurigen ehemaligen Marienwerder Kleinbahnen in Westpreußen

Die Arbeiten an diesem Projekt erstreckten sich über rund zehn Jahre. Sie begannen mit dem Sammeln von hunderten Bildern und alten Filmaufnahmen, aber auch von Archivbildern der dargestellten Drzymały-Straße sowie von Karten, basierend auf geodätischen Aufzeichnungen, gefolgt von wiederholten Geländebegehungen der noch vorhandenen Überreste der ehemaligen Schmalspurstrecke im heutigen Kwidzyn. Dieses Material bildete dann die Grundlage für die dreiteilige Modellbahnanlage, die einen Streckenabschnitt zwischen den Bahnhöfen Kwidzyn Wąskotorowy (Marienwerder Klb) und Mareza (Mareese) zur polnischen Betriebszeit der Schmalspurbahn wiedergibt.
Dieser Streckenteil zeichnet sich durch eine besonders faszinierende und zugleich ungewöhnliche Streckenführung für eine Schmalspurbahn in Polen aus: ein hoher Bahndamm, ein Viadukt über die Drzymały-Straße und eine Brücke über die Liwa.

Das Modell umfasst mehrere Wohn- und Industriegebäude, während im Hintergrund das Stadtbild und die Burg Kwidzyn zu sehen sind. Die Gleise – originalgetreu nachgebildet – verlaufen in weiten Kurven und mit einem ausgeprägten Längsgefälle.
Die Arbeiten an der Anlage begannen zunächst mit dem Nachbau aller Gebäude im Maßstab 1:87. An schließend wurden die Brückenkonstruktionen angefertigt, und erst dann wurde mit der Gestaltung der Gleisanlagen und der Landschaft der einzelnen Segmente begonnen. Die reine Bauphase dauerte fünf Jahre.