Jan van Remmerden – 1:43,5

Deutschlandpremiere

Montereau (Fault-Yonne) ist eine Kleinstadt in Frankreich, 100 km südöstlich von Paris.

Ein Foto aus dem Buch *La France des trains de campagne* inspirierte mich dazu, ein neues Diorama zu gestalten.

Das Thema ist um das Jahr 1960 angesiedelt. Das Modell ist im Maßstab Oe (1:43,5 Schmalspur) gebaut.

In dieser Szene hält der Schienenbus vor dem Hotel-Restaurant.

Ich hatte noch einen selbstgebauten Billard A80-Triebwagen übrig, der aus einem früheren Projekt stammte. Da ich viel Zeit und Mühe in ihn investiert hatte, wollte ich ihn unbedingt wieder zum Einsatz bringen.

Der Plan war geboren. Es war an der Zeit, sich an die Arbeit zu machen.

Natürlich war ich durch die Abmessungen eingeschränkt, da ich die Anlage eines Tages auf einer Ausstellung präsentieren wollte. Das gesamte Arrangement musste selbstverständlich in ein Auto passen. Ich entschied mich für ein Grundbrett mit den Maßen 120 x 50 x 55 cm (L x B x H), ergänzt um eine verschiebbare Fiddle-Yard-Kassette. Dies bot genügend Raum, um meine Vision zu verwirklichen.

Glücklicherweise steht uns heute Google Street View als Inspirationsquelle zur Verfügung – ebenso wie historische Postkarten, die sich auf Delcampe finden lassen.

Ich arbeite stets mit Kartonmodellen, um die optische Wirkung zu beurteilen und die räumliche Aufteilung zu überprüfen. Zudem installierte ich eine Beleuchtung mittels warmweißer LED-Streifen.

Um für etwas Abwechslung zu sorgen, wollte ich einen Lkw im Maßstab 1:43,5 (im französischen Stil) umbauen und ihn mithilfe eines magnetischen Führungsstreifens auf einer Endlosschleife fahren lassen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch; vermutlich hatte ich den Magnetstreifen mit einem zu engen Radius verlegt. Nun steht der Lkw leider als reines Standmodell auf der Anlage.

Sämtliche Häuser und Gebäude fertige ich aus 1,5 mm starkem Karton. Die Fensterrahmen bestehen aus Holzprofilen sowie Profilen aus Polystyrol (Evergreen). Die Dachziegel und Schieferplatten werden aus dünnem, bemaltem Karton geformt – in Streifen geschnitten, auf Maß zugeschnitten und einzeln verlegt.

Auch die charakteristischen Fensterläden im französischen Stil entstanden im Eigenbau, gefertigt aus Polystyrolplatten und -profilen von Evergreen.

Um den Schienenverkehr etwas attraktiver zu gestalten – und um die Garage sowie das Café/Restaurant mit Nachschub zu versorgen –, habe ich eine kleine Diesellokomotive nach einem Bauplan aus *Voie Libre* gebaut. Der Aufbau besteht vollständig aus Styrol und ist auf dem Fahrgestell einer Lokomotive der NS-Baureihe 500/600 montiert.

Der Platz und die Straßen bestehen aus DAS-Modelliermasse, in die die Steine ​​– oder Pflastersteine ​​– eingeprägt wurden. Ich habe sie nicht gezählt, aber es waren sehr viele …

Ein guter Freund von mir bot an, für mich einen einfachen Pendelverkehr einzurichten. Ich bin mit dieser Lösung sehr zufrieden, da ich vom eigentlichen Fahren der Züge – und schon gar nicht den ganzen Tag lang – nicht sonderlich begeistert bin. Und auf diese Weise kann man sich zumindest in aller Ruhe mit den Zuschauern unterhalten.

Selbstverständlich durften dabei eine Dorfschwengelpumpe und eine Napoleon-Statue keinesfalls fehlen.

Da ich auch die Innenräume der Gebäude nachgebildet habe, mussten diese beleuchtet werden; dies realisierte ich mithilfe von LEDs.

Auch die Kathedrale besteht vollständig aus Pappe, und ein weiterer Freund steuerte die Tauben und Krähen bei, die das Ganze abrunden.

Ich arbeite derzeit noch daran – denn eine Modellbahn ist bekanntlich nie wirklich fertig –, Kirchenglocken aus der Kathedrale und eine französische Melodie aus dem Café erklingen zu lassen. Ein besonders aufmerksamer Besucher der Ontraxs-Ausstellung gab mir den Tipp, dass das Einspielen von Musik aus dem Café die Atmosphäre nochmals deutlich bereichern würde.

Meine Frau hat wieder einmal die Hintergrundkulisse gestaltet, und ich bin absolut begeistert davon.

Ich plane noch, einige kleine Details hinzuzufügen; danach geht es weiter mit einem neuen Projekt.